Es gibt kein Entweder-oder…

 

Bei der ganzen Vereinbarkeitsdebatte könnte man manchmal meinen, dass berufstätige Mütter es bereuen würden, Kinder bekommen zu haben. Es wird sich darüber beschwert, wie schwierig es ist, alles „unter einen Hut“ zu bekommen. Dass es furchbar anstrengend ist, anstrengender als alles, was sie vorher erlebt haben. Und dass es einen manchmal fast zerreißt, dass man keiner Rolle wirklich gerecht wird.
Aber ich habe bisher noch keine berufstätige Mutter getroffen, die diesen Schritt trotz aller Widrigkeiten je bereut hätte.

Es ist eben so:

Klar wäre es einfacher, nur Mutter zu sein. Oder nur einen Job zu machen. Keine Frage. Und ich respektiere auch die Entscheidungen der Frauen, die sich bewusst für nur eine dieser Varianten entschieden hat.
Working Mums – zumindest die, die ich kenne – lieben es, Mutter zu sein. UND sie gehen gerne arbeiten. Hier gibt es kein Entweder-oder. Hier gibt es nur ein wie? Wie viele Stunden kann ich arbeiten? Wie wird die Betreuung der Kinder organisiert? Welchen Part übernimmt der Partner? Wie kommen die Kinder mit der Situation klar und was muss gegebenenfalls angepasst werden? Wie lösen wir diese Herausforderungen?

Ich ziehe Kraft aus beiden Rollen – denn beide Rollen machen mir Spaß, sie fordern mich, ich wachse an ihnen, sie bringen Abwechslung in mein Leben und machen es bunter.

Und wenn mich die eine Rolle gerade nervt, dann bin ich froh, dass ich noch die andere habe, in der ich eine mentale Auszeit nehmen kann. So kann man die Doppelbelastung auch als Gewinn sehen.
Da habt ihr es wieder, ich bin eine unverbesserliche Optimistin ;o)

Herzlichst,
Eure Andrea

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Ein Kommentar zu „Es gibt kein Entweder-oder…

  1. Liebe Andrea!
    Da sprichst du mir aus dem Herzen! Für mich ist es genauso wichtig zu arbeiten, wie für meine Kinder da zu sein. Ich glaube, die Zerrissenheit entsteht immer dann, wenn entweder mehr Stunden gearbeitet werden muss, als die Mutter bereit ist (aus finanziellen Gründen), oder Zeitdruck entsteht, weil die Kinderbetreuung nicht flexibel genug für den Arbeitsmarkt ist.

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