Muddimutationen… gibt es noch Heilung?

Von meinen Muddi-Symptomen habe ich euch ja hier schon berichtet. Es gibt eine Vielzahl an Eigenschaften, die man entwickelt, sobald man Mama wird. Einige davon absolut positiv, wie der neue Fokus auf den wahren Luxus, von dem Camilla von BauchzwergUndIch berichtet. Oder die Liebe für ein kleines Wesen, die nie wieder aufhört (zu lesen bei Berenice von phinabelle).
Andere Mutationen sind dann schon eher … sagen wir … gewöhnungsbedürftig. Wie zum Beispiel die Angewohnheit von sich selbst in der dritten Person zu sprechen…Das geht offenbar nicht nur Nätty von Bilderbuchbaby so. Oder die Tatsache, dass man nur noch für das Kind einkaufen geht und selbst bald keine Klamotten mehr im Schrank hat, wie nicht nur Gabriela von mami-bloggt berichten kann.  

Werden uns diese Muddimutationen denn jetzt den Rest unseres Lebens begleiten? Viele von euch haben noch sehr kleine Kinder und ihr steckt mitten in den krassesten Muddimutationen. Lange Zeit dachte ich, dass ich bis zum Ende meiner Tage beim dm in der Windel- und Babybrei-Ecke einkaufen werde. Dass der Kinderwagen mein ewiger Begleiter sein wird. Oder dass meine Hosen ab jetzt immer an den Knien durchgewetzt sein werden, weil ich den Großteil meiner Zeit kniend neben meinen Kindern am Boden verbringen werden…

Doch auf wundersame Weise dreht sich das Rad der Zeit weiter… Einige Mutationen verändern sich und andere verschwinden genauso plötzlich wie sie gekommen sind!

Mein Handtaschen-Inhalt zum Beispiel:
Mit einem Säugling hatte ich Schnuller, Stilleinlagen, Wickelsachen und Rasseln in der Tasche. Später kamen dann Trinkfläschchen, Pixibücher und Wechselklamotten dazu, falls mal was in die Hose geht. Dann waren es Legosteine und Glitzerhaarspangen.
Mittlerweile habe ich meine Handtasche aber meistens wieder für mich allein – bis auf Feuchttücher. Denn damit kann man auch 6-jährigen noch die Schokoladeneis-Schnute abwischen.

Meine Kleidung hat sich in den letzten Jahren auch vielen Wandlungen unterzogen:
Begonnen mit Umstandsmode, über stilltaugliche Oberteile, bequeme Spielplatz-Klamotten bis ich heute nahezu wieder meine „normale“ Kleidung trage. Größere Kinder reagieren nämlich auf ein „Stopp!“, wenn sie mit Nutella-Fingern auf einen zurennen.
Auch meine Knie scheuern nicht mehr so schnell durch, weil die Kids immer mehr alleine spielen. Oder wir sitzen zum Spielen am Tisch. Außerdem gehe ich wieder arbeiten und genieße es, mich morgens für den Job anzuziehen.
Ich schlüpfe nach Feierabend aber immer noch gerne in die bequeme Spielplatz-Kleidung ;o)

Auch beim Kochen werde ich langsam wieder mutiger:
Mein Sohn hat eine Leidenschaft für (leicht) scharfes Essen entwickelt. Und meine Tochter ist mega stolz, wenn sie neue Lebensmittel ausprobiert! Hier tasten wir uns also langsam an neue (alte) Gefilde ran. Nudeln mit Soße werden aber sicher noch die nächsten Jahre Hauptbestandteil unseres Speiseplans sein.

Nie vermutete Meilensteine
Völlig verschwunden sind meine Besuche in der Baby-Ecke beim dm oder in Klamottenläden. Ein Meilenstein war auch als wir bei den Aldi-Matschhosen von impidimpi zu alive gewechselt sind. Dieser Meilenstein hat mich irgendwie hart getroffen. Schwupps… zu klein.
Den letzten Kinderwagen haben wir vor einem Jahr abgegeben. Das war echt ein Fortschritt. Ich dachte immer, dass der uns viel länger begleiten würde. Aber von heute auf morgen haben wir ihn nicht mehr gebraucht. Ebenso wie Bobby Cars, Dreirad und Laufrad. Heute sind es Fahrrad, Cityroller und Inline Skates. Die Zeit vergeht so schnell!

Mutations-Resistenzen
Was sich bisher noch nicht wieder geändert hat, ist zum Beispiel mein dreckiges Auto. Große Gummistiefel machen nämlich den gleichen Dreck wie kleine Gummistiefel. Auch der Sand in der Wohnung wird uns wohl noch eine Weile erhalten bleiben.

Auch schaffen es meine Kinder immer noch in nullkommanix ihre Spielzeuge in der ganzen Wohnung zu verteilen. Und ich räume fleißig hinterher… Sisyphus lässt grüßen!

Dafür kommen aber auch immer noch neue Mutationen hinzu:
Beispielsweise die Sorge, wenn die Kinder plötzlich anfangen, ihre eigenen Wege zu gehen. Wenn sie zum Beispiel mit ihren Freunden auf eigenen Faust durchs Wohngebiet ziehen und plötzlich nicht mehr in Sichtweite sind.
Oder wenn man beginnt, die Kinder das erste Mal für kurze Zeit alleine zu lassen. Erwartet einen dann ein heulendes Häufchen Elend oder ein stolzes Kind, das ja schon sooo groß ist?

Ihr seht, mit dem Älterwerden der Kinder verändern sich auch unsere Mutter-Eigenarten und Gewohnheiten.

Wenn ihr eure Muddimutationen also lieb gewonnen habt, dann genießt sie ruhig! Sie können ganz schnell wieder vorbei sein!

Liebe Grüße,
Eure Andrea

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