Von Steinen in Gläsern

Vor ein paar Wochen war ich auf einem Seminar. Es ging dabei unter anderem darum, wie man sich den Berufsalltag am besten organisiert. Wie man es schafft, bei den vielen Aufgaben und Herausforderungen den Überblick zu behalten. Einer der Trainer erzählte darin von einem Vortrag, den er mal gehört hatte. Ein Experte auf dem Gebiet des Zeitmanagements hatte einen Vortrag zu genau diesem Thema gehalten. Er hatte dafür 15 Minuten Zeit. Und was er in dieser kurzen Zeit zeigte, war so simpel und anschaulich, dass es mich wirklich beeindruckt hat. Und es ist absolut auch für den Alltag anwendbar:

Das Experiment

„Der Referent stellte ein großes Glasgefäß auf einen Tisch und legte einige große Steine hinein. Er frage das Publikum, ob das Glas voll sei. Vereinzelt gab es Zustimmung. Dann legte er kleinere Steine dazu, die in die Zwischenräume rutschten. Erneut fragte er, ob das Glas nun voll sei. Diesmal meldeten sich etwas mehr Zuschauer. Dann kippte er eine Menge Kies in das Glas. Dieser rieselten wiederum in die Zwischenräume. Und wieder frage er ins Publikum, ob das Glas jetzt voll sei. Fast alle haben nun die Hand gehoben. Aber der Referent war noch nicht fertig. Denn nun schüttete er noch feinen Sand dazu und rüttelte etwas am Glas bis wirklich nichts mehr ins Glas passte. Jetzt meldeten sich alle im Saal und bestätigten, dass das Glas jetzt voll sei.

Was ist nun die Lehre, die man aus dieser Vorführung ziehen soll?

Wenn man die großen Steine nicht zu Beginn ins Glas gelegt hätte, dann hätte man sie nicht mehr hinein bekommen.“

Es geht um die wirklich wichtigen Dinge

Man sollte also die wirklich wichtigen Dinge nicht immer wieder aufschieben. Das gilt nicht nur für den Job sondern auch für den Alltag, die Familie, die eigenen Ziele und Wünsche. Die wichtigen Dinge sind die, die einen im Leben weiterbringen. An die man sich erinnern wird. Die einen, wenn man sie erledigt hat, zufrieden machen.

Wie oft passiert es, dass man sich morgens etwas vornimmt, das man am Tag erledigen möchte. Und dann kommt der Alltag  dazwischen und am Abend fällt einem ein, was man ja eigentlich hätte tun wollen.

Schlimmer noch die Wünsche, die man hat und immer wieder aufschiebt. Die Zeit rast und rast… und irgendwie schafft man nur ein Bruchteil dessen, was man gerne bereist, besucht, erlebt oder gelernt hätte.

Die Löffelliste

Lucia von Bewusste Elternschaft hat dazu aufgerufen, seine #Löffelliste zu schreiben. Also eine Liste der Dinge, die man noch machen möchte, bevor man den Löffel abgibt. Eine tolle Idee, wie ich finde. Denn wenn man sich eine solche Liste erstellt, ist die Chance sicher größer, diese Ziele auch zu erreichen. Eine Liste der großen Steine.

Ich werde mich mal an die Erstellung meiner Löffelliste machen. In Kürze hier zu lesen.

Bis dahin werde ich mal versuchen, im Alltag meine großen Steine zuerst ins Glas zu legen. Und erst dann die vielen weniger wichtigen…

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2 Kommentare zu „Von Steinen in Gläsern

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