OMG…

Müssen wir eine neue Sprache lernen, um in Zukunft noch mit unseren Kindern kommunizieren zu können?

Die Jugend von heute (waahhh! Hab ich das grad echt geschrieben?) kommuniziert ja nicht mehr so wie wir früher. Wir haben uns nach der Schule angerufen, um uns zum Spielen zu verabreden. Und dann haben wir uns getroffen und Zeit miteinander verbracht. Und das komplett analog.
Ich hatte sogar mal eine Brieffreundin, mit der ich so richtige Papierbriefe geschrieben habe. Mit Briefmarke drauf. Echt jetzt!

Heute chattet man via Smartphone miteinander, egal ob man kilometerweit entfernt ist oder nebeneinander steht. Und da Schreiben ja im Grunde voll uncool ist, und außerdem viel zu lange dauert und man dann ja womöglich noch auf Rechtschreibung achten muss, gibt es für alles Mögliche Abkürzungen, die sogenannte Chatsprache oder Netzjargon.

Ein paar dieser Buchstabenkombinationen kenne ich schon  (OMG, HDL, CU, TGIF…), ich wohn ja nicht hinterm Mond, aber in der Wikipedia-Liste zu Netzjargon stehen sooo viele Begriffe, dass ich kurz geneigt war, nach einem geeigneten Sprachkurs zu suchen. Aber ich habe ja noch ein paar Jahre Zeit, bis meine Kinder ein Smartphone bekommen, also werde ich das bis dahin schon irgendwie selbst lernen.

Das passt auch irgendwie zu meinem Post zum Thema „Älter werden“. Auf der Höhe zu bleiben mit der Jugendsprache trägt sicherlich auch dazu bei, zumindest medial jünger zu wirken. Aber ich vermute mal, dass meine Kinder mich dann extrem uncool finden werden, wenn ich in ihrer Sprache mit ihnen chatte. Andererseits kann der Netzjargon bis dahin auch schon zum normalen Sprachgebrauch gehören, wie heute die Anglizismen. Es schadet sicher nicht, sich hier angemessen weiterzubilden.

Eine kleine Auswahl habe ich hier mal für euch zusammen geschrieben:

BG – Breit grins
CUL8R – See you later
dad – denk an dich
DFTT – Don’t Feed The Troll (was immer das bedeutet)
FML – Fuck My Life
HAND – Have a nice day
IANAL – I am not a lawyer
IDA – Ich dich auch
IRL – In Real Life
JTLYK – Just to let you know…
LMAO – Laughing My Ass Of
LMGTFY – Let Me Google That For You
LOFL – Lying on the floor Laughing
MOTD – Message Of The Day
PEBKAC – Problem exists between keyboard and chair
ROTFLBTC – Rolling on the floor biting the carpet
SCNR – Sorry, Could Not Resist
w8 – wait
XOXO – Kisses and hugs!
YMMD – You made my day
YOLO – You only live once

Jetzt sind das aber fast alles Aussagen, die Jugendliche untereinander verwenden. Vielleicht brauchen wir als Mütter auch eine Chatsprache, damit unsere Kids uns in Zukunft noch verstehen. Wahrscheinlich klopfen wir morgens nicht mehr an die Tür des Sprösslings, um ihn zu wecken, sondern schicken ihm stattdessen ein AFIF (Aufstehen Frühstück ist fertig) aufs Handy. Oder alternativ AMIF (Aufstehen Mittagessen ist fertig).

Um für ein funktionierendes Miteinander zu Hause zu sorgen, hilft dann ein RDZA (Räum dein Zimmer auf) oder ein BDMR (Bring den Müll raus). MDH (Mach deine Hausaufgaben) oder GJIB (Geh jetzt ins Bett) ersparen uns lange Diskussionen.

Um das Ganze schon jetzt zu üben, könnten wir ja auch unter uns Müttern entsprechend kommunizieren:

BMHN8 (Bin müde – harte Nacht)
KNKK (Kann nicht – Kind krank)
KSWV (Komme später- Windel voll)
NWKZ (Nervliches Wrack – Kind zickt)
WHDPEA (Wann hört diese Phase endlich auf?)
HPPPA (Heute Party Papa passt auf)

Ach, da fällt uns sicher noch eine Menge Mütter-Chatjargon ein…

In diesem Sinne:

HEGDL GN(8) BB

Eure Andrea

 

 

 

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7 Kommentare zu „OMG…

  1. 😀 Du triffst es mal wieder auf den Punkt 🙂 Ich hatte früher auch Brieffreundinnen und mein Handy war so groß wie ein Backstein, dazu kam ne Antenne von 5cm 🙂 Und wenn Mama telefoniert hat konnte ich nicht ins Internet… Herrlich wie sich die Zeiten ändern…

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