Süß, süßer, Süßkram…

Bei unserem Bäcker gibt es extra für Kinder vorne an der Theke eine kleine Schublade extra für Kinder, in der diese kleinen viereckigen Kaubonbons drin sind. Die kennt ihr bestimmt. Gab es schon, als ich noch Kind war.

Meine beiden dürfen sich jedes Mal, wenn wir dort einkaufen, ein Bonbon rausnehmen. Wenn ich nur ein Kind dabei habe, darf auch noch eins für den Bruder oder die Schwester mitgenommen werden. Die Geschmacksrichtung ist immer ganz wichtig. Mein Sohn mag am liebsten Himbeer, meine Tochter Orange.

Vor einigen Tagen waren wir mal wieder dort. Vor uns waren allerdings noch einige Kunden, sodass wir etwas warten mussten. Unter anderem auch ein Vater mit seinem Sohn. Als er an das Fach kommt, zieht er die Schublade auf und nimmt sich mit beiden Händen so viele Bonbons raus, wie der tragen kann. Sein Vater nimmt das zur Kenntnis, sagt aber nichts.

Aha, denke ich mir… so machen das also andere Familien.

Meine Kids schauen mich daraufhin verwirrt an. „Mama, der Junge hat sich ganz viele Bonbons genommen!“
„Ja, das habe ich auch gesehen.“

Wie reagieren?

Ich sage laut und deutlich, damit das Kind und vor allem der Vater vor uns es auch hören können:
„Ihr dürft euch jeder EINS nehmen, damit für die anderen Kinder auch noch was übrig bleibt.“

Damit ist für meine Kinder das Thema erledigt. Für das andere Kind und den Vater offenbar auch…

Im Grunde geht es mich ja nichts an, wie andere Familien das Thema Süßigkeiten und Gierigkeit behandeln.

Mir ist es wichtig, dass meine Kinder einen „gesunden“ Umgang mit Süßigkeiten lernen. Wir haben uns natürlich auch unsere Gedanken gemacht, wie wir das zu Hause handhaben sollen. Ein Baby braucht natürlich keine Schokolade. Aber für uns war klar, ein totales Süßigkeitenverbot soll es nicht geben.

Wir waren mal auf einem Kindergeburtstag eingeladen, auf dem ein zweijähriges Mädchen eingeladen war, dass noch nie in seinem Leben etwas Süßes gegessen hatte – außer vielleicht Fruchtriegel. Auf dem Tisch waren Smarties zur Deko ausgelegt. Das Mädchen bekommt eines in die Hand, steckt es sich in den Mund und war von da an nicht mehr zu bremsen. Unbeobachtet stopft sie alle Smarties in den Mund… die totale Gier.

Ich halte es für sinnvoller, jeden Tag eine Kleinigkeit zu geben, bei besonderen Anlässen auch mal mehr, als diese Leckereien komplett zu verbieten. Wenn die Ernährung insgesamt ausgewogen ist, schadet etwas Schokolade oder Gummibärchen und im Sommer auch mal ein Eis sicher nicht.

Und wenn meine Kinder wissen, dass es nach jedem Essen – vorausgesetzt es wurde sich zu Tisch nicht zu sehr daneben benommen – einen kleinen Nachtisch gibt, haben sie zwischen den Mahlzeiten auch meist keinen Bedarf danach. Und wenn es irgendwo mal Süßigkeiten zur freien Verfügung gibt, kennen sie das Maß, in dem sie sich davon bedienen dürfen. Eben ein Bonbon aus der Bäckerschublade und nicht eine ganze Hand voll…

Wie macht ihr das mit den Süßigkeiten? Dürfen eure Kinder Schoki und Co. essen? Und wenn ja,  in welchen Maß?

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2 Kommentare zu „Süß, süßer, Süßkram…

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