Wie der Vater, so der Sohn… oder die Tochter… 

Mein Sohn hat den Schlaf von mir geerbt: er kann schlecht einschlafen, ist morgens dafür schnell fit. Außerdem schläft er im Winter immer mit Socken, genau wie ich.
Meine Tochter hingegen schläft wir ihr Papa: ruckzuck im Tiefschlaf und morgens kommt sie nur schwer in die Gänge. Sie hat auch schon den gleichen Spruch wie der Papa: „nur noch 5 Minuten…“

So logisch die vererbten Eigenheiten sind, so erstaunlich ist es doch immer wieder, wenn man sich selbst in seinen Kindern wiedererkennt. Sei es die körperliche Ähnlichkeit, die Vorliebe für bestimmtes Essen, die Launen oder auch die eigenen Schwächen…

Wikipedia erklärt die Vererbung folgendermaßen: „Die Vererbung ist die Weitergabe von materiellen „Erbanlagen“ von einer Generation von Lebewesen an ihre Nachkommen, die bei diesen ähnliche Merkmale und Eigenschaften wie bei den Vorfahren bewirken und hervorbringen.“

Bei vielen Eigenschaften kann ich das absolut nachvollziehen. Die Gene sind selbstverständlich dafür verantwortlich, dass meine Tochter genauso gerne Pesto-Ketchup-Käse-Salami-Brote isst, wie ihr Papa. Logisch.
Und ich kann auch nachvollziehen, dass mein Sohn lieber geschmacklich beim Altbewährten bleibt, als etwas Neues auszuprobieren. Genau wie ich früher.

Die körperlichen Ähnlichkeiten faszinieren mich auch immer wieder: So neigt mein Sohn dazu, sich häufig zu räuspern. Zuerst dachte ich, das käme von einer Erkältung. Bis mir irgendwann aufgefallen ist, dass meine Schwiegermutter das auch immer tut.
Beide Kids haben am Pony vorne ziemlich starke Wirbel, genau wie meine Mutter. Und schon im Ultraschall konnten wir erkennen, dass mein Sohn die gleiche Fußform hat wie der Papa. Und meine Tochter hat offenbar den gleichen Gang wie ich, sagt man…

Aber woher sollen die Gene bitteschön wissen, dass ich es früher geliebt habe, wenn meine Bettdecke komplett glattgestrichen ist. Dass nicht eine Falte zu sehen und nichts verknuddelt ist – wie ein Prinzessinnen-Bett. Meine Tochter hat heute genau den gleichen Spleen wie ich. Und wenn die Bettdecke nicht perfekt ist, kann es durchaus zu prinzessinnenhaften Wutanfällen kommen… Ich kann das absolut nachvollziehen.

Mein Sohn kam irgendwann auf die Idee, dass es doch viel schöner ist, mit der Ecke eines Taschentuchs gekillert zu werden. Das raschelt nämlich auch so entspannend. Nun ratet, wer das auch stundenlang genießen kann…? Genau, der Papa.

Ist doch verrückt, dass auch so vollkommen abwegige Eigenheiten vererbt werden. Ich könnte mich jedes Mal kringeln, wenn ich wieder so eine Vorliebe der Kinder entdecke und mich selbst, den Papa oder auch Oma oder Opa darin wiedererkenne.

Evolutionär betrachtet ist dieses Erkennen von Ähnlichkeiten übrigens tatsächlich ein wichtiger Prozess. Denn so konnte der Vater schnell erkennen, dass ihm kein Kuckuckskind ins Nest gelegt wurde, wenn er Ähnlichkeiten mit sich selbst entdeckt hat. Das wiederum verhinderte, dass die Mutter vom Partner verlassen wird und plötzlich allein für das Wohlergehen des Nachwuchses sorgen musste. Hat also alles seinen Sinn.

Hier seht ihr ein paar Beispiele, bei denen die Väter die Ähnlichkeiten mit ihren Söhnen eindeutig nicht leugnen können. Die Mütter sind gerettet!

 

 

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2 Kommentare zu „Wie der Vater, so der Sohn… oder die Tochter… 

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