Blogparade: Nein, mein Gemüse ess ich nicht

Habt ihr auch so einen Gemüseverächter zu Hause? Mein Töchterlein ist recht experimentierfreudig und traut sich auch mal, völlig neue Gerichte zu probieren. Sie isst mit Vorliebe Brokkoli, bunten Salat und viele Obstsorten.

Mein Sohn ist eher von der Sorte „Suppenkasper“. Wenn ein Lebensmittel verdächtig nach gesund aussieht, wird es aus Prinzip verschmäht. An Obst isst er lediglich Himbeeren, Erdbeeren und Melone – wenn er dazu in Stimmung ist. Bei Gemüse sieht es noch schlechter aus. Kartoffeln isst er nur mit Soße Hollandaise. Rohkost nur rote Paprika und Gurken – allerdings ist das auch Tagesform abhängig.

Die liebe Jil von Von Herzen und Bunt hat zur Blogparade aufgerufen: „Nein, mein Gemüse ess ich nicht.“

Sie hat auch auch so ihre Schwierigkeiten, ihr Kind für gesundes Essen zu begeistern und folgt oftmals der Taktik des „Untermogelns“. Darin bin ich auch Profi geworden. An manchen Tagen denke ich mir aber auch oft, dass meine Kinder sicher auch groß werden, wenn ihr Speiseplan nicht sklavisch der aktuell gültigen Ernährungspyramide entspricht. Sprich: Nutellabrot morgens, Nudeln ohne Soße mittags und Salamibrot abends sind an manchen Tagen kulinarische Realität. Denn oft mangelt es mir schlichtweg an Kreativität und der nötigen Motivation, mir Rezepte zu überlegen, die mehr Vitamine ins Essen der Kinder bringen.

Dennoch gebe ich die Hoffnung nicht auf, dass auch meine Kinder irgendwann eine ausgewogene Ernährung haben, ganz ohne Untermogeln und Überredungskünste. Ich kenne schließlich kaum Erwachsene, die nicht irgendwann Appetit auf Salat, Gemüse und Obst entwickelt haben.

Natürlich habe auch ich mir Gedanken gemacht, wie ich den Speiseplan meiner Kinder möglichst abwechlungsreich gestalte und die Gerichte so zubereite, dass sie von den Kindern zumindest probiert werden. Und wenn ich Glück habe, schmeckt es ihnen sogar beim siebzehnten Probierversuch…

Hier meine erprobten und teilweise gelungenen Vitamine-schmackhaft-mach-Ideen:

  • Apfelpfannkuchen mit fein geriebenen Äpfeln: so wird der Teig schon saftig und die Äpfel werden zumindest nicht als solche gespürt. Ein paar Löffel Haferflocken untergemischt sorgen für extra Vitamine.
  • Karotten- und Zwiebelraspel in Frikadellen, kaum zu sehen im Fleischklops
  • Feine Karottenraspel in Bolognese-Sauce, fallen in der roten Sauce gar nicht auf
  • Ganz fein gewürfeltes Gemüse im Couscous-Salat. So ist das Gemüse als solches nicht mehr zu erkennen.
  • Klein geschnittenes Obst in Schokosauce tauchen – schmeckt auch der Mami gut. Hier kann auch mal eine neue Obstsorte ausprobiert werden.
  • Pürierte Suppen und Soßen in allen möglichen Variationen.
  • Ich kaufe meistens Vollkornbrot, am besten klappt es mit fein gemahlenem Korn.

Und hier noch ein Paar weitere Tipps:

Ich versuche die Kinder so oft wie möglich beim Kochen mitmachen zu lassen. Damit sie sehen, wie ihr Essen zubereitet wird und woraus es besteht. Dabei probieren sie manchmal von allein die Zutaten.

Beim Soßen-Abschmecken müssen sie natürlich immer ihre fachkundige Meinung abgeben. Oft ist die Soße dann so lecker, dass sie das Gemüse darunter dann aus Versehen mitessen.

Wir haben einen kleinen Kräutergarten auf der Terrasse. Hier dürfen sie ernten, wenn wir Kräuter für das Essen benötigen. So sind erstaunlicherweise grüne Stückchen im Essen kein Problem.

Wer einen Garten hat, kann Erdbeeren, Himbeeren und Johannisbeeren pflanzen. Hier gibt es sozusagen „Vitamine to go“!
Das war’s auch schon mit meinem Vitamin-Latein. Was ich euch allerdings mit auf den Weg geben will: Je älter die Kinder werden, umso mehr kann man sie mit Argumenten überzeugen. Sie verstehen dann, dass es besser ist, sich gesund zu ernähren, um „groß und stark“ zu werden. Allerdings wandelt sich dann unsere Kunst des Untermogelns in die Kunst der glaubhaften Überzeugung…

Wenn ihr weitere Tipps sucht, wie man Kinder gesund ernähren kann, schaut doch mal bei Jil auf der Seite vorbei. Hier gibt es einige Links zu Blogs, die auch ihre Erfahrungen geteilt haben.

 

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2 Kommentare zu „Blogparade: Nein, mein Gemüse ess ich nicht

  1. Liebe Andrea, danke für deine Teilnahme ❤ Und danke für die Tipps! Da konnte ich noch einiges lernen und ich finde es super, dass du aufzeigst, dass nicht jedes Kind gleich is(st). Das entspannt mich etwas und du hast ganz recht, sie werden sicher alle groß! 🙂
    LG Jil

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