Alleine mit Kindern Urlaub machen

Ich muss gestehen, ein bisschen Bammel hatte ich schon davor, das erste Mal mit den Kindern alleine Urlaub zu machen. Auch wenn sie jetzt schon größer und selbstständiger sind… alles alleine zu stemmen, kann auch anstrengend werden. Angefangen beim Gepäck am Flughafen, über das abendlichen Zubettbringen, die tägliche Betreuung, die Tagesplanung, die Einkäufe, die Streitereien, die Wehwehchen… alles alleine, fünf Tage lang.

Aber gut, ich hatte es mir selbst ausgesucht. Das letzte Mal außerhalb der Schulferien Urlaub machen, meine Menge an Resturlaubstagen, die zwischenzeitliche Ruhe im Geschäft, der günstige Flug… da konnte ich nicht anders, als zu buchen.

Der Papa muss leider zu Hause bleiben, er konnte es leider nicht einrichten.

Heute ist Tag 3 und ich muss sagen, es läuft erstaunlich gut. Ich bin schon total entspannt, trotz einiger ungeplanter Zwischenfäll:.

Der erste Zwischenfall hat sich in der zweiten Nacht angekündigt. Genauer gesagt schon am zweiten Abend. Meine Kleine war irgendwie schlapp und klagte über schmerzende Beine. Ich habe es erst auf den Schlafmangel der letzten Nacht geschoben (wenn man erst um halb 10 ins Bett geht, kann man morgens um 7 Uhr noch nicht ausgeschlafen sein…). Zudem die viele Sonne am Strand und die andere Umgebung, können ja durchaus mal für Unwohlsein sorgen.
Leider war dem nicht so, denn in der Nacht hat sie Fieber bekommen. Unser Fieberthermometer war natürlich nicht im Gepäck, aber die geübte Hand der Mutter hat ca. 39 Grad gemessen. Ich befürchtete schon, der Urlaub sei im Eimer. Im Laufe des nächsten Tages hat sich das Fieber zum Glück wieder gelegt und am Abend war sie schon wieder ganz die Alte… also hoffentlich nur eine Blitzgrippe.

Der zweite Zwischenfall geht eindeutig auf meine Rechnung. Am ersten Strandtag habe ich die Kids ordnungsgemäß von oben bis unten, von hinten bis vorne mit Sonnencreme eingecremt. Und als am Nachmittag einige Wolken aufzogen, habe ich die Sonneneinstrahlung eindeutig unterschätzt, sodass ich das Nachcremen schlicht versäumt habe. Zum Leidwesen meines Großen, der seinen ersten Sonnenbrand bekommen hat. Der ganze Rücken war rot und schmerzte… Ich Rabenmutter, ich! Kommt nie wieder vor! Ich schwöre!

Der dritte Zwischenfall ereignete sich im Palma Aquarium. Davon berichte ich nochmal in einem anderen Beitrag, denn es ist wirklich sehenswert, wenn auch ziemlich teuer…
Aber gut. Wir waren schon am Ende des Rundgangs angekommen, als mein Großer eine Rolltreppe zu schnell hoch läuft, hinfällt und sich das Schienenbein etwas aufschürft. Das war nicht weiter wild, der zukünftige Haiforscher weinte aber dennoch bitterlich, sodass ich ihn auf den Arm nahm. In diesem Moment hat er irgendetwas entdeckt, dreht seinen Kopf blitzschnell und hat mit dem Schirm seiner Cappy direkt in mein Auge erwischt. Ich sehe einige Zeit nur Sterne… checke, ob ich noch etwas sehen kann mit den Auge, geht. Kontaktlinse ist auch noch intakt. Aber trotzdem tut es noch richtig weh und fühlt sich komisch an. Im obligatorischen Geschenke-Shop gibt es einen Spiegel und ich begutachte mein malträtiertes Auge.. naja, seht selbst…

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Ein paar Stunden später sieht es zwar noch nicht besser aus, tut aber nicht mehr weh und sehen kann ich auch ganz normal.

Somit sind wir alle drei etwas lädiert, aber gut drauf!

Aber abgesehen von diesen Zwischenfällen, ist ein Urlaub allein mit Kindern eine tolle Erfahrung:

Ich kann mir die Betreuung der Kinder mit niemandem teilen, und das wissen auch die Kinder. Also habe ich entweder gerade Zeit und Lust, oder eben nicht. Und erstaunlicherweise habe ich ziemlich oft Lust und Zeit.

Es ist auch nicht so, dass man hofft, der andere springt auf, wenn ein Kind ruft, schreit oder bettelt. Somit auch keine Enttäuschung, wenn der andere eben nicht aufspringt.

Ich komme meinen Kindern wieder näher. Nicht dass wir uns vorher nicht nahe standen, aber in den letzten Wochen hatte ich oft zu wenig Zeit für die Kinder.
Jetzt habe ich die Zeit, mich lange und intensiv mit den Kindern zu beschäftigen und das tut uns allen das gut, nicht nur den Kindern. Es ist total harmonisch und entspannt. Ich genieße diese Unbeschwertheit gerade total!

Heute ist schon Halbzeit, aber die zweieinhalb Tage fühlen sich deutlich länger an. Vielleicht gerade weil wir diese Zeit zu dritt so intensiv genießen…

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2 Kommentare zu „Alleine mit Kindern Urlaub machen

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