Bloggen und Vereinbarkeit

Für mich ist Bloggen kein Job. Ich möchte damit kein Geld verdienen, sondern einfach meine Gedanken „zu Papier“ bringen und freue mich, wenn meine Texte gelesen, gemocht und kommentiert werden.

Bloggen ist für mich auch eine Möglichkeit, Momente mit meinen Kindern festzuhalten, um sie später mal wieder zu lesen, sie nicht zu vergessen. Und vielleicht lesen meine Kinder auch irgendwann mal diese Texte und schmunzeln möglicherweise darüber. Deshalb blogge ich auch nicht nach Redaktionsplan, sondern intuitiv über die Themen, die mich in dem Moment ganz besonders beschäftigen. Meistens schreibe ich abends, wenn die Kinder im Bett sind. Selten auch mal tagsüber, wenn ich mal eine Zeit lang ungestört bin und nicht gerade arbeite, Wäsche wasche, putze, koche, Kinder kutschiere oder einkaufen gehe.

Vor einigen Monaten, als ich voller Euphorie mit dem Bloggen begonnen hatte, habe ich mich über jeden einzelnen Besucher auf meiner Seite gefreut wie ein Schneekönig und das tue ich auch heute noch. Ich hatte so viele Ideen, über die ich schreiben wollte, dass es täglich nur so sprudelte. In dieser Zeit blieb echt eine Menge liegen…

Aber das Schreiben macht mir großen Spaß. Ich finde es einfach aufregend, wenn meine Texte Beachtung finden und natürlich möchte ich auch mehr Traffic auf meiner Seite haben.

Aber das ist gar nicht so einfach. Um in der Vielzahl der Familyblogger gesehen und auch noch gelesen zu werden, bedarf ein in erster Linie eines: Content. Und zwar regelmäßig und dann auch noch interessant. Aber regelmäßig interessante Texte zu schreiben, kostet eine Menge Zeit. Zeit die ich mir irgendwie aus meinem vollgepackten Tag herausschneide, meistens zu Lasten irgendetwas anderem: Haushalt, Beziehung, Sport, Relaxen…

Und wenn ich dann da sitze, bereit in die Tasten zu hauen, fällt mir manchmal einfach nichts ein. Weil es an diesem Tag einfach nichts Interessantes zu berichten gibt, weil mich nichts Berichtenswertes beschäftigt oder weil ich einfach zu müde bin.

Und dann gibt es wieder Tage, an denen mir – so gern ich auch schreiben würde – die Zeit zum Bloggen einfach nicht reicht. Wir haben Dinge zu besprechen, der Haushalt muss noch gemacht werden, wir haben Besuch oder sind unterwegs…

Dann gibt es einfach auch mal ein paar Tage keinen Post. Zuerst hat mich das geärgert, aber mittlerweile sage ich mir, es ist so wie es ist. Bloggen ist ein Teil meines Lebens, genauso wie meine Familie und mein Job. Und alles unter einen Hut zu bekommen, schaffe ich meistens nicht. Und so ist es genauso wie auch mit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Manchmal klappt es besser und manchmal schlechter.

Insofern seid mir nicht bösen, wenn ihr ein paar Tage mal nichts von mir hört. Denn dann sind die anderen Bereiche meines Lebens gerade sehr zeitraubend. Was aber bedeutet, dass ich danach wieder viele neue Ideen für neue Beiträge habe.

 

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2 Kommentare zu „Bloggen und Vereinbarkeit

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