Was tun bei Bienenstichen…?

Gestern war es mal wieder so weit… mein Sohn wurde von einer Biene gestochen. Ich glaub das vierte Mal. Zuletzt erst vor zwei Woche in den Fuß. Diesmal in den Finger. Er scheint diese (unglaublich nützlichen, weil ohne Bienen wären wir alle zum Tode verurteilt und deshalb schütze ich jedes Bienchen) verdammten Viecher magisch anzuziehen…

Wir waren gestern im Freibad. Ich selbst laufe schon immer ungern barfuß über Wiesen, weil ich panische Angst vor Bienenstichen habe. Aber da gestern fast jeder barfuß lief – und es waren wirklich viiiieeeeele Füße unterwegs – und ich niemanden vor Schmerzen fluchen hörte, ging ich davon aus, dass wohl nicht so viele Bienchen unterwegs sind. Vielleicht auch abgeschreckt durch die Massen… jedenfalls waren wir schon fast auf dem Heimweg, als mein Großer noch mit einem Jungen vom Nachbarhandtuch Fussball spielen wollte. Das ging auch eine ganze Weile gut, sodass ich mich wieder meinem Buch widmete, bis ich diesen Schrei hörte. Und da wusste ich schon was los war…

Offenbar hat er, als er einen Ball aufheben wollte, mit der Hand in eine Biene oder Wespe gefasst. Und die hat ihn genau in den Mittelfinger gestochen.

Als er zu mir rannte, war der Stachel schon draußen. Aber der Schmerz war groß!

Wie jedes Mal bin ich mir nicht so richtig sicher gewesen, wie ich in so einem Fall reagieren soll. Deshalb habe mich mal recherchiert, um euch für den Fall der Fälle die richtigen Tipps geben zu können. Und einiges war auch mir noch neu…
(Dies ist keine ärztliche Beratung, sondern lediglich eine Zusammenstellung von Tipps, die ich im Internet gefunden habe.)

Bienenstich oder Wespenstich?

Bei einem Bienenstich bleibt der Stachel stecken und die Biene stirbt dann. Eine Wespe zieht den Stachel wieder raus und lebt danach weiter. Ist ein Stachel stecken geblieben, sollte dieser vorsichtig rausgezogen werden. Am besten mit einer Zeckenzange. Falls keine zur Hand ist, gilt es aufzupassen, dass beim Rausziehen nicht noch mehr Gift aus der Giftblase in die Wunde gelangt.
Wer kein Werkzeug parat hat, kann den Stachel auch mit dem Finger wegschnippen.

Gift aussaugen?

Es kann helfen, das Gift aus der Einstichstelle auszusaugen. In der Apotheke gibt es sogenannte Giftsauger. Man kann die Wunde aber auch mit dem Mund aussaugen und die Spucke anschließend ausspucken. Vorsicht, wenn man allergisch reagiert!

Ich habe auch einen Giftsauger zum Eigenbau entdeckt. Dazu einfach eine normale Spritze, die man vielleicht mal in der Apotheke geschenkt bekommen hat, vorsichtig vorne mit einem scharfen Messer gerade abschneiden. Damit kann man dann einen Unterdruck erzeugen.

Bei Stichen im Hals oder Mundraum

Hier kann sehr schnell aufgrund der Schwellung Lebensgefahr durch Ersticken bestehen. Es ist also schnelle Hilfe erforderlich! Am besten sofort den Notarzt rufen (112)!

Allergisch auf Bienen- oder Wespenstiche?

Eine allergische Reaktion nach einem Stich kann von starker Schwellung und leichter Übelkeit bis hin zu einem allergischen und lebensbedrohlichem Schock reichen. Anzeichen für eine Allergie äußern sich bereits nach wenigen Minuten – es können Schwindel, Herzrasen, Hautausschlag, Schweißausbrüche, Zittern, Atemnot, Übelkeit und Erbrechen treten. Im schlimmsten Fall kommt es zu einem allergischen Schock mit Kreislaufkollaps und Atemstillstand. Bei den ersten Anzeichen muss sofort der Notarzt verständigt werden. Allergiker sollten daher für den Notfall immer ein kleines Set mit einem Antihistaminikum, einem Kortisonpräparat und Adrenalin (Inhalationsspray oder Spritze) mit sich führen, insbesondere im Sommer. (Quelle: apotheken-wissen.de)

Kühlen, kühlen, kühlen!

Nach dem Stich ist es wichtig, die Körperstelle gut zu kühlen, um eine größere Schwellung zu verhindern.

Wir hatten zum Glück noch ein Kühlakku aus der Kühltasche zur Hand. Kaltes Wasser, Eiswürfel, eine kalte Flasche oder ähnliches funktioniert aber auch.

Nachdem der Schmerz nachgelassen hatte, ging es meinem Sohn eigentlich ganz gut. Der Stich hat nicht gejuckt und war dank des Kühlens auch nicht besonders geschwollen. Wir ahnten aber schon, dass das in der Nacht ganz anders aussehen sollte. So war es zumindest das letzte Mal. Nachdem einige Zeit nicht gekühlt wurde, begann die Stelle anzuschwellen und extrem zu jucken. So sehr, dass mein Großer bitterlich geweint hat und wir uns echt nicht mehr zu helfen wussten. Also habe ich weiter gegoogelt, was man gegen den Juckreiz unternehmen kann:

Was tun bei extremem Juckreiz?

  • Weiterkühlen ist das erste Mittel
  • Insekten-Gel aus der Apotheke (im Kühlschrank aufbewahrt kühlt es gleich beim Auftragen)
  • eine halbe Zwiebel auf die Stelle reiben, das wirkt entzündungshemmend
  • Globuli: Apis mellifica D6 (4-5mal täglich 5 Kügelchen als Akutdosierung, dann 3mal täglich 5 Stück)
  • Ablenkung: wir haben heute Nacht eine Zeit lang Fußball auf YouTube geschaut. Währenddessen war der Juckreiz kurzzeitig tatsächlich vergessen… Hat leider nicht allzu lange angehalten.

Nachdem wir heute Nacht einige dieser Tipps befolgt haben, kann ich nicht mehr genau sagen, welcher am besten geholfen hat. Ich hatte aber den Eindruck, dass es nach der Gabe der Globuli recht schnell aufgehört hat zu jucken und mein Großer wieder einschlafen konnte…

Heute morgen fing es dann wieder an, aber wir haben gleich wieder Globuli gegeben und gekühlt. So kamen wir ganz gut über den Tag. Es wird wohl noch ein paar Tage dauern, bis der Stich ganz verheilt ist und wir hoffen, dass es nicht so schnell wieder passiert.

Ein Trost für häufig Geplagte: In einem Imkerforum habe ich gelesen, dass es nach 100 Stichen besser wird…

Habt ihr noch weitere Tipps bei Insektenstichen?

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5 Kommentare zu „Was tun bei Bienenstichen…?

  1. Ach herrjemine! Ihr zieht sie dann wirklich an. Wir alle sind einen kompletten Frühjahr und Sommer ausschließlich im Schrebergarten barfuß gelaufen, mit zig Bienen auf der Wiese… Eine Imkerin war ein paar Gärten weiter. Ist nie was passiert, sind immer brav weggeflogen, bevor der Fuß kam.

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