#WmdedgT – September

Guten Morgen Ihr Lieben,

es ist etwas still gewesen die letzte Zeit bei mir… Es war viel los und ich hatte nicht so richtig den Kopf frei zum Bloggen. Jetzt kehrt wieder etwas Ruhe ein bei uns – wobei, demnächst ist Einschulung, dann ist es vermutlich mit der Ruhe wieder ziemlich schnell vorbei.

Wie dem auch sei, heute ist mal wieder der 5. und Frau Brüllen ruft wieder dazu auf, einen ganzen Tag zu verbloggen: WmdedgT – Was machst du eigentlich den ganzen Tag?

6:16 Uhr

Mein Großer krabbelt zu uns ins Bett. Sein Finger juckt ihm so sehr… Gestern hat er sich irgendwie verletzt und jetzt heilt es wohl. Unter dem Pflaster ist die Haut schon ganz schrumplig. Also hole ich schnell ein Kühlpad und dann wird noch etwas gekuschlt und getröstet.

6:30 Uhr

Der Wecker klingelt. Einmal Snooze geht noch, dann springe ich schleppe ich mich unter die Dusche, der Sohn kuschelt mit dem Papa weiter. Unter der Dusche frage ich mich, wann wir in Zukunft aufstehen müssen, wenn mein baldiges Schulkind möglicherweise schon um 7:10 Uhr das Haus verlassen muss. Bedeutet das im Umkehrschluss, dass er auch eher ins Bett muss und wir früher Feierabend haben??? Eine von seeehr vielen Fragen, die mich derzeit umtreiben im Zusammenhang mit der Einschulung…

Da fällt mir ein, dass ich ja gestern noch eine Maschine Wäsche gewaschen habe, die noch in den Trockner muss…

6:50 Uhr

Ich stehe vor dem Kleiderschrank mit der Wetter-App in der Hand und überlege, was ich an diesem Fast-Herbst-Tag anziehen soll. Auf der einen Seite ist es schade, dass der Sommer sich dem Ende neigt, auf der anderen Seite freue ich mich auch immer, dass jetzt auch mal wieder die lange vernachlässigten langen Klamotten zum Einsatz kommen. Ich liebe nämlich meine Strickjacken und Schals…

Anschließend kuschel ich mich noch zu meiner Kleinen, die auch langsam aufstehen muss. Heute darf sie ihre Geburtstagseinladungen im Kindergarten verteilen, die wir am Wochenende gebastelt haben. Darauf freut sie sich schon.

7:00 Uhr

Frühstück. Der Mann muss noch schnell zum Bäcker flitzen, weil wir vergessen haben, Brot zu kaufen. Er bringt noch Brezeln für die Kinder zum Vesper mit, das erspart mir das Brote schmieren und die Kids freuen sich!

7:30 Uhr

Meine Kleine kommt heute irgendwie nicht in die Gänge. Seit einer gefühlten Ewigkeit löffelt sie an ihrem Joghurt. Ich treibe sie an – leider ohne Erfolg…

Der Mann macht sich auf den Weg in die Arbeit und lässt mich mit Madame Trantüte allein. Am Mittwoch ist er dann dran und ich darf früher verschwinden – nääänäää…

7:40 Uhr

Ich wirbel zwischen Betten machen, Frühstückstisch abräumen, Schminken und Aufräumen hin und her. Währenddessen treibe ich meine Tochter an, sich anzuziehen. Zeternd sitzt sie vor ihrem Kleiderschrank und jammert, sie hätte nichts zum Anziehen. Bzw. sie hätte zu viel im Schrank und kann sich nicht entscheiden… DRAMA! Erstaunlich, wie früh sich das Fashion-Gen zeigt…

Mein Großer ist erstaunlicherweise schon angezogen und putzt sich anstandslos die Zähne… bin maßlos begeistert.

7:50 Uhr

„Mama, darf ich eine Strumpfhose anziehen?“

„Ja, aber bitte zieh ein Röckchen drüber!“

„Ich will aber keine Röckchen, meine Röckchen sind alle doof!“

„Dann zieh eine Hose an.“

„Ich habe habe keine schöne Hose!“

„Nur mit Stumpfhose nehm ich dich aber nicht mit. Niemand hat nur eine Strumpfhose an. Zieh dir bitte was drüber, von mir aus auch ein Kleid.“

„NEEEEEIIIIIINNNNN!!!!“

„Ich geh gleich los. Zieh jetzt bitte was an!“

… Geschrei…

Zum Glück ist erst Montag, meine Nerven sind noch recht belastbar…

8:00 Uhr

Eigentlich wollte ich um 8 Uhr das Haus verlassen, damit ich pünktlich im Büro bin… Aber mein Töchterlein sitzt immer noch heulend vorm Kleiderschrank. Also mache ich ihr den Vorschlag, ihr Klamotten rauszulegen und ihr beim Anziehen zu helfen. Mit viel Drama und Gejammer und noch zweimaligem Umziehen, Drohungen sie notfalls auch nackig in den Kindergarten zu bringen, schaffen wir es, ihr dem Wetter angemessene und von ihr akzeptierte Klamotten anzuziehen. Jetzt noch schnell Zähneputzen und los geht’s!

An irgendetwas wollte ich noch denken… bloß was???

Während ich noch denke, verkündet mir mein Großer, dass leider der Sandkasten, den er gestern in seinen Schuhen versteckt hat, jetzt leider bei uns im Flur verteilt ist.

„Mama, du musst doch eh mal wieder saugen hier, oder?“

Ja, aber morgen hätte auch noch gereicht…

8:10 Uhr sitzen wir endlich im Auto.

8:15 Uhr kommen wir am Kindergarten an. Mein Großer läuft vor, zieht sich alleine aus, Hausschuhe an und ist Sekunden später in der Lego-Ecke.

Meine Kleine sitzt wie ein Häufchen Elend in der Garderobe und wimmert noch leise… Mit viel Zureden zieht sie ihr Hausschuhe an. Der anschließende Abschied zieht sich diesmal in die Länge. Nochmal drücken, noch ein Küsschen, nicht loslassen wollen. Zum Glück schaltet sich die Erzieherin ein und winkt mit ihr zum Abschied am Fenster.

8:35 Uhr

Endlich sitzt ich im Auto in Richtung Büro. Um 9 Uhr habe ich den ersten Termin, das müsste zu schaffen sein.

Auf halber Strecke fällt mir ein, was ich noch machen wollte… die Wäsche in den Trockner…

Kurz vorm Ziel blockiert ein in einer Baustelle stecken gebliebener Panzer den Weg. Mit Blaulicht und allem drum und dran wird versucht, das Monstrum zu befreien. Also fahre ich einen Umweg, um noch rechtzeitig anzukommen.

8:50 Uhr

Ich stehe vorm Firmengelände und stelle fest, dass die Drehtüren heute nicht funktionieren. Na toll! Also marschiere ich in meinen Sitz-Schuhen ums Gelände zum nächsten Eingang.

9:02 Uhr

Fast pünktlich beim ersten Termin angekommen.

Jetzt wird es erstmal uninteressant für euch. Der normale Montags-Büro-Wahnsinn…

12:32 Uhr

Schnell den Laptop eingepackt (für eine nachmittägliche Telefonkonferenz von zu Hause) verlasse ich mal wieder zu spät das Büro. Zum Glück funktionieren die Drehtüren wieder, sodass ich gerade noch rechtzeitig wieder im Auto sitze auf dem Weg zum Kindergarten.

12:56 Uhr

Puh! Ich bin nicht die letzte Mami, die ihre Kinder abholt. Mein Großer stürmt mir entgegen:

„Mama, kann ich heute Nachmittag zu N.? Bitte! Wir wollen Lego spielen!!“

Ich frage die Mama von N. ob das OK ist, ja, passt, gebongt.

Meine Kleine schlappt mir träge entgegen:

„Und wie war es heute im Kindergarten?“

„Doof!“

„Und warum?“

„Ich wollte zu meiner Mama… und die war nicht da…!“

Ist meine Kleine tatsächlich schon ein Schulanfängerkind oder hat sie nur einen kurzzeitigen Rückschritt in Richtung Krippenzeiten??? Ich hoffe, es ist nur eine Phase…

13:05 Uhr

Wir sitzen im Auto und futtern den Rest der Brezeln vom Vesper. Zum Glück ist für mich auch noch was übrig, hab nämlich einen Riesenhunger!

13:10 Uhr
Da der erste Hunger schon gestillt ist, kann ich zu Hause angekommen erstmal den Sandkasten aus dem Flur saugen.

13:14 Uhr

Es klingelt an der Tür. Wer kann das jetzt sein? Mit dem Staubsauger in der Hand öffne ich die Tür. Der Heizungsableser. Ach stimmt, da war doch was. Aber war das schon heute? Und so früh? Egal, jetzt ist er schon drin. Mal wieder ärgere ich mich, dass es bei uns so aussieht, wie es aussieht… Mit 10 Minuten Vorlauf hätte ich wenigsten die Klodeckel runtergeklappt und die gröbsten Stolperfallen aus dem Weg geräumt. Aber ich rede mir ein, dass der gute Mann sicher schon schlimmere Wohnungen gesehen hat und murmle etwas von gerade erst zur Tür reingekommen…

13:30 Uhr

Die Spaghetti Bolognese von gestern (wir hatten bewusst mehr gemacht, damit ich heute nicht kochen muss) sind aufgewärmt und ich trommle die Kinder zum Essen.

Sohn haut rein wie ein Scheunendrescher.

Tochter mäkelt, dass es ihr nicht schmeckt. Sie geht zum Kühlschrank, holt den Ketchup raus und isst dann Spaghetti Bolognese mit Ketchup. Auch gut, wenn es ihr dann besser schmeckt… Tut es zwar nicht, aber ich habe ihr gesagt, dass es nichts anderes gibt – außer Brot. Widerwillig isst sie die Nudeln dann doch.

13:50 Uhr

Endlich denke ich daran, dass ja noch Wäsche in der Maschine ist. Wie lange kann Wäsche eigentlich in der Maschine liegen bevor sie anfängt zu müffeln? Ich beschließe, dass es noch nicht lange genug war und stopfe sie in den Trockner.

14 Uhr

Die Kinder wollen ein Bügelperlenbild machen und wollen, dass ich ihnen helfe, die richtigen Farben der Perlen rauszusuchen. Ich finde die Aufgabe recht meditativ und fische gelbe Perlen für ein Kamel und schwarze und weiße Perlen für einen Hund aus der großen Dose in kleine Schälchen.

14:20 Uhr

Es ist Zeit, zu N. aufzubrechen. Mein Sohn will Roller fahren, geht schon mal raus und wartet mit seinem Roller vor der Tür.

Meine Tochter hingegen – wie soll es heute anders sein – möchte mit dem Fahrrad fahren, aber der Helm sitzt nicht richtig. Ihr ahnt es schon: richtig, Gejammer! Mit viel gutem Zuregen und Helm einstellen, sitzt auch sie irgendwann auf dem Fahrrad und wir fahren los.

Auf dem Rückweg müssen wir mindestens 7!mal anhalten und den Helm richten. Ich beschließe, ihr bei nächster Gelegenheit einen besseren zu kaufen, der optimal sitzt. Kostet zwar Geld – spart aber Nerven.

14:45 Uhr

Wir Mädels sind wieder zu Hause.  Und weil ich noch was machen muss für die Telefonkonferenz nachher, darf meine Kleine ein paar YouTube-Videos auf meinem Handy anschauen, damit ich in Ruhe was arbeiten kann. Erstmal mache ich mir aber einen Kaffee…

16:15 Uhr

So, für heute ist genug gearbeitet. Der Haushalt ruft. Und wenn der Haushalt ruft, ist meine Tochter immer gleich zur Stelle. Wenn sie schlechte Laune hat, müsste ich sie eigentlich nur bitte, mir beim Putzen oder Wäsche zusammenlegen zu helfen. Das dauert dann zwar immer etwas länger, aber egal…

Wir holen also gemeinsam die Wäsche aus dem Trockner und sie besteht darauf, sie ganz alleine zusammen zu legen und in die Schränke zu bringen. Bitteschön!

Danach will sie noch etwas putzen, also drücke ich ihr einen Lappen in die Hand und sie wischt die Türen alle ab. Ich übernehme ab oberhalb der Türklinken.

Dann stopfen wir gemeinsam noch weitere dreckige Wäsche in den Maschine, die nachher dann vor ihr aufgehängt werden darf.

17:30 Uhr

Zur Stärkung gibt es für die Maus noch ein Müsli, bevor wir den großen Bruder bei seinem Kumpel abholen. Diesmal mit Roller – ohne Helm!

17:50 Uhr

Wieder zu Hause waren die gesamten Nachbarkinder auf der Straße, sodass auch meine beiden mit ihren Rollern noch durch die Gegend geflitzt sind. Und ich habe noch ein Schwätzchen mit der Nachbarin gehalten, wie wir das in Zukunft mit dem Schulweg Machen. Und wir haben beschlossen, morgen mal den Weg zur Probe zu laufen und alles Weitere auf uns zukommen zu lassen.

18:30 Uhr

Brotzeit auf der Terrasse. Allzu oft werden wir wohl nicht mehr draußen essen, also noch ein paar Mal genießen! Der Papa hat geschrieben, dass es heute später wird, also fangen wir schon mal an.

Nach dem Essen sind die Kids noch eine Runde um die Häuser, während ich in Ruhe Klarschiff mache…

19:15 Uhr

Die Schildkröte der Nachbarn muss noch gefüttert werden. Das machen die Kids besonders gerne!

19:30 Uhr

Alle rein! Schlafanzug an und Zähne putzen. Dann schauen wir gemeinsam noch etwas fern. In der Mediathek ist eine Dokumentation über den gefährlichsten Schulweg der Welt in Papua Neuguinea. Tja, nicht jeder läuft auf befestigten Wegen zur Schule, bei denen die größte Gefahr am Zebrastreifen lauert…

20:10 Uhr

Die Kinder liegen in ihren Betten und schauen sich noch Bücher an. 3 bis 15 mal muss ich noch mal hin, weil die Bettdecke unordentlich ist, der Fuß juckt, noch etwas gekillert werden muss oder das Wasserglas leer ist…

20:35 Uhr

Die Kinder erzählen sich noch Witze…

„Ruhe jetzt! Es wird jetzt geschlafen!“

20:51 Uhr

Fast Feierabend… Wäsche muss noch aufgehängt werden und ein Berg Wäsche schaut mich schon seit Tagen erwartungsvoll an. Außerdem will ich noch die Schultüte für die Kleine basteln und muss noch ein Geschenk für den Neffen einpacken.

Der Mann kommt gerade nach Hause…

Ich mach dann jetzt mal Schluss.

Gute Nacht ihr Lieben!

 

 

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4 Kommentare zu „#WmdedgT – September

  1. OH je, was für ein anstrengender Tag. Bei Euch geht es zu wie bei uns, nur dass wir schon vor zwei Wochen Einschulung hatten. Eine beste Freundin erzählte mir, dass die Kids ein paar Monaten in der Schule auf einmal richtig gross sind. Ich drücke uns beiden dafürdie Daumen.
    Liebste Grüße Michi

    Gefällt 1 Person

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