Die ersten Schulwochen – eine Zwischenbilanz

Seit 4 Wochen habe ich nun schon ein Schulkind. Und ich möchte euch heute mal berichten, wie es uns so ergangen ist.

Das Wichtigste schon mal vorab: Die Schule macht offensichtlich Spaß!

Puh! Da ist mir ein großer Stein vom Herzen gefallen. Denn das war das, wovor ich am meisten Angst hatte: Was machen wir bloß, wenn meinem Großen die Schule keinen Spaß macht? Oder irgendetwas vorfällt, dass ihn traumatisiert? Aber zum Glück ist bisher alles gut gelaufen.

Aber schön der Reihe nach:

Die Einschulung

Die Einschulung war wirklich schön. Freitagabend war Einschulungsgottesdienst. Die Großeltern sind gekommen. Alle haben sich vor der Kirche getroffen.
Mein Sohn war das erste Mal mit seiner ganzen Klasse zusammen – der Fuchsklasse – mit er ein dann feierlich in die Kirche eingezogen ist. Und er hat seine Lehrerin kennengelernt. Wobei, das habe ich euch noch gar nicht erzählt, eigentlich kannte er seine Lehrerin schon vorher. Denn zwei Wochen vor Schulbeginn ist eine neue Nachbarin bei uns ins Haus gezogen. Und wir machten alle große Augen, als wir erfahren haben, dass es sich bei der neuen Nachbarin um seine Lehrerin handelt. Schon komisch irgendwie, dass man als Lehrerin in das Wohngebiet der zukünftigen Schulklasse zieht, aber ich vermute mal, dass die Auswahl an schönen Wohnungen bei uns in der Gegend nicht besonders groß war…

Der Gottesdienst war kindgerecht und nicht zu lang. Die Kinder konnten alle Lieder mitsingen, weil sie sie schon aus dem Kindergarten kannten. Und man konnte schon ein Blick auf die zukünftigen Klassenkameraden werfen. Am Abend haben wir noch gemeinsam gegrillt, und irgendwann ist mein Großer dann trotz der ganzen Aufregung eingeschlafen.

Am nächsten Morgen fand dann die Einschulungsfeier in der Schulturnhalle statt. Die Zweitklässler haben ein super süßes Stück aufgeführt. Dann fand die erste Schulstunde statt, während es für die Eltern, Großeltern und Geschwister Kaffee und Kuchen gab.

Und dann endlich durfte zu Hause die Schultüte ausgepackt werden. Es gab neben den obligatorischen Süßigkeiten noch etwas Lego und die heiß ersehnten Torwarthandschuhe. Außerdem noch ein neues Fahrrad von der Oma. Auch die kleine Schwester durfte eine kleine Schultüte auspacken.

Der Schulweg

Fünf Kinder aus unserem Wohngebiet gehen in die Klasse meines Sohnes. Schon Tage vorher haben wir Mütter uns überlegt, was die beste Schulwegstrategie ist. Welcher Weg soll gelaufen werden? Wer geht wann morgens mit? Wer holt wann mittags ab? Es wurde eine What’s App Gruppe gegründet, um eventuelle Krankheitsfälle zu melden oder mal den Schulwegdienst zu tauschen.

Am ersten Morgen sind natürlich noch alle Mamis mitgegangen. Bis zum Ende der Woche hat sich der Mami-Begleitservice auf 3 reduziert. Ob nicht auch eine Mami reicht, fragte ich mal in die Runde (da ich morgens ja ins Büro muss, habe ich mich nämlich – außer wenn ich Schulwegdienst hatte – bereits ausgeklinkt). Schließlich sollen die Kinder vielleicht schon nach der Herbstferien alleine laufen…

Mittlerweile geht jeden Morgen eine Mami mit und mittags holt eine Mami ab. Das klappt also ganz gut. Mal sehen, ab wann wir die Zwerge alleine schicken…

Der Morgen mit Schulkind

Wirklich viel verändert hat sich nicht. Denn auch vorher sind wir immer gegen 8 Uhr aus dem Haus gegangen, um nach dem Weg zum Kindergarten direkt ins Büro zu fahren. Allerdings wurde es auch mal zehn nach acht… Das geht jetzt nicht mehr. Denn 8 Uhr ist Abmarsch am Treffpunkt. Da wird es schon mal hektisch am Morgen. Einmal die Woche müssen wir sogar schon um 7:15 Uhr aus dem Haus, denn dann haben die Kleinen schon zur ersten Stunde. Und eine knappe halbe Stunde dauert der Schulweg.

Die Hausaufgaben

Viele Hausaufgaben haben Erstklässler ja noch nicht auf. Und den Plan den ich im Kopf hatte war, Heim kommen, Mittagessen, Hausaufgaben, Spielen.

Leider funktioniert das nicht so wie geplant. Denn nach einem anstrengenden Schulvormittag hat mein Sohn den Kopf noch nicht frei für Hausaufgaben. Also darf er erstmal spielen oder etwas raus gehen. Ihn dann zu den Hausaufgaben zu bewegen, ist nicht immer einfach und bedarf schon mal einiger Überredungen und führt auch hin und wieder zu Streit. Hier haben wir also noch nicht den idealen Weg gefunden.

Auch der Hinweis, dass die Kinder die Hausaufgaben am besten alleine machen sollen, klappt noch nicht. Denn oft weiß er einfach nicht, was er genau machen soll. Und ich muss zugeben, dass ich das auch nicht immer erkenne. Dann sind da Punkt auf irgendwelchen Blättern auf denen dann Bilder und Buchstaben sind, aber keine Aufgabestellung steht. Dann wird die What’s App Gruppe schon mal zur Hausaufgabengruppe…

Der Hort

Nun ja, das ist ein Thema, das völlig anders gelaufen ist, als geplant. Darüber habe ich hier schon geschrieben. Der Plan war, dass er an vier Tagen nach der Schule in den Hort geht, damit ich problemlos wie gewohnt 30 Stunden arbeiten kann. So sollten die Betreuungszeiten parallel zum Kindergarten abgedeckt sein, in den meine Kleine ja noch ein Jahr geht.

Leider hat sich mein Sohn dort so gar nicht wohl gefühlt. Warum weiß ich immer noch nicht. Vielleicht war es einfach zu viel Neues auf einmal…

Auf jeden Fall geht er jetzt nicht in den Hort, ich verbiege mich mit meinen Arbeitszeiten, arbeite teilweise von zu Hause und werde wohl bald meine Stunden reduzieren. Aber gut, so ist es eben. Die Familie soll sich nicht verbiegen müssen für meinen Job…

Und wie fühlt es sich nun an, ein Schulkind zu haben?

Ich bin stolz. Stolz darauf dass er dazulernt, dass er die Schule bisher so souverän meistert und ich bin glücklich, dass es ihm Spaß macht.
Ich freue mich, dass er schon neue Freunde gefunden hat und dass er die Lehrer sympathisch findet. Selbst der Religionsunterricht, der anfangs „voll doof“ war, ist mittlerweile „voll lustig“! Und ich freue mich, wenn es mittags an der Tür klingelt und ein hungriges und meistens gut gelauntes Schulkind herein kommt.

Neulich lag er abends im Bett und schaute noch ein Buch an, als er mich zu sich rief: „Mama, schau mal, ich kann das lesen!“ Ganz stolz las er mir das Wort „Moos“ vor, obwohl er noch keinen dieser Buchstaben offiziell gelernt hatte (bisher sind das E, L und A). Ich freute mich mit ihm. Und ich freute mich darauf, dass er bald selbst das unendliche Wissen der Bücher für sich entdecken kann!

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