Ich werde 40. Na und?

Diese Woche ist es nun also soweit… ich werde 40. Und ich warte darauf, dass sich die große Krise ankündigt. Aber das Gegenteil ist der Fall: Ich bin tiefenentspannt.

Lange hatte ich die Befürchtung, dass die nächste Null mir deutlich mehr zu schaffen macht, als die 30. Dass ich merke, dass ich nicht mehr die Jüngste bin. Dass mir die ersten Anzeichen des Alterns wie die ersten Fältchen und graue Haare etwas ausmachen. Aber ehrlich gesagt… so what?

Mit 30 tickte in mir die biologische Uhr unglaublich laut. Gleichzeitig musste ich im Job Gas geben. Und ich wartete ungeduldig auf einen Heiratsantrag. An meinem 30ten Geburtstag war ich deutlich unentspannter als ich es heute bin.

Denn heute bin ich glücklich verheiratet, habe zwei wunderbare Kinder und habe auch im Job schon was erreicht. Viele Dinge, die ich in den Dreißigern erreicht haben wollte, habe ich erreicht. Das hat mir einen inneren Druck genommen.

In den Vierzigern kann ich mich mehr auf mich konzentrieren. Aber ohne Eile. Ich muss weder mir noch anderen mehr etwas beweisen.
Klar, ich gehöre nicht mehr zu den jungen Mädels, denen die jungen Männer hinterher schauen. Aber ich finde, ich habe mich dennoch ganz gut gehalten. Und ist es mir denn noch wichtig, dass mir die jungen Männer hinterher pfeifen?

Im Job habe ich viele Erfahrungen gesammelt und in meinem Bereich macht mir so schnell keiner etwas vor. Ich stehe dort meine Frau und bin nicht mehr so unsicher und schüchtern wie zu Beginn meiner beruflichen Laufbahn. Und gerade weil ich mir auch dort nichts mehr beweisen muss, kann ich auch beruflich zugunsten meines Privatlebens etwas kürzer treten. Ich befürchte auch nicht, dass mir das beruflich zum Nachteil ausgelegt wird, weil ich mich schon bewusst gegen Karriere entschieden habe. Zumindest im Moment.

Dinge, die ich in den Dreißigern auf später verschoben habe, weil ich mich gehetzt fühlte, weil ich erst im Job, dann mit zwei kleinen Kindern und dann wieder mit Job kaum Zeit für meine Pläne hatte. Diese Dinge kann ich jetzt peu à peu angehen: Mehr Sport treiben, vielleicht mal einen neuen Sport ausprobieren, meine Freundschaften pflegen, mein lange vernachlässigtes Yoga wieder praktizieren, wieder frischen Wind in die Beziehung bringen, meine Kinder bei dem unterstützen, was sie interessiert, was sie brauchen, was sie lieben…

Mich mit schönen Dingen beschäftigen, die mich erfüllen und glücklich machen.

Natürlich wird nicht ab nächster Woche alles immer eitel Sonnenschein sein. Aber ich blicke positiv in die Zukunft. Auf ein Jahrzehnt, dass mir früher etwas Angst gemacht hat, weil ich ja nicht „alt“ werden wollte. Aber was ist schon alt?

Wenn ich heute in mich hinein schaue, dann sehe ich eine Frau, die erwachsener geworden ist, die mit beiden Beinen fest im Leben steht, die glücklich ist mit ihrer Familie, die sich immer wieder selbst reflektiert und nach wie vor immer wieder Neues an sich entdeckt. Die in sich ruht und positiv denkt. Ein Frau mit Plänen und Zielen und viel Vorfreude darauf!

 

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