Sorry, ich muss leider absagen…

Darf man sich als Mutter darüber ärgern, dass einen die Kinder in den eigenen Plänen einschränken?

Kinder zu haben ist toll! Gemeinsam Zeit mit seinem Nachwuchs zu verbringen ist mit keinem Geld der Welt zu bezahlen. Keine Frage. Am schönsten ist es immer dann, wenn ich nicht schon den nächsten Termin oder die nächsten To Dos im Hinterkopf habe. Das ist dann wirkliche Quality Time für uns.

Trotzdem finde ich es großartig, dass ich ganz allmählich wieder mehr Freiheiten habe, weil die Kinder größer werden. Man plant wieder mehr für sich, verfolgt wieder mehr eigene Interessen und erobert sich zumindest ein Stück weit eine gewisse Flexibilität zurück.In den ersten Jahren stand diese Me-Time ganz hinten auf der Prioritätenliste. So viel wichtiger war es da, zu 100 Prozent für die Kleinen da zu sein. Undenkbar war es da für mich, regelmäßig zum Yoga zu gehen oder mal in Ruhe in die Stadt zum Bummeln zu gehen. Ganz zu schweigen von einem Wochenende bei einer Freundin. Die Fürsorgepflicht und das permanente schlechte Gewissen haben einen von diesen Aktivitäten abgehalten. Man wollte einfach so viel Zeit wie möglich mit seiner – ja noch ganz neuen – Familie verbringen. Man wollte immer in der Nähe sein, falls etwas passiert. Und bloß keinen Entwicklungsschritt verpassen!
Aber in mir ist dann immer mehr der Wunsch gewachsen, mich auch neben der Familie wieder über mich selbst zu definieren. Klar war ich jetzt Mama. Das habe ich mir immer gewünscht und das genieße ich auch total. Ich bin aber eben nicht nur Mama.

Mittlerweile sind meine beiden schon so groß, dass ich sie schon für kurze Zeit alleine lassen kann. Aber wenn es darum geht, mal für einige Stunden ohne Kids das Haus zu verlassen, braucht man jemanden, der aufpasst. Wenn der Papa da ist, perfekt. Wenn die Oma einspringen kann, ideal. Bloß wenn weder Plan A noch Plan B greifen, ist ein Babysitter gefragt.

Wir haben das Glück, dass eine ehemalige Praktikantin aus der Krippe, die hier bei uns im Ort wohnt, immer mal wieder einspringt, wenn wir einen Babysitter brauchen. Sie ist unglaublich liebevoll mit den Kindern und die beiden freuen sich genauso auf sie wie umgekehrt. Somit haben wir hier ein ziemlich gutes Betreuungsnetzwerk, das mir die nötige Flexibilität bietet, viele meiner Termine wahrnehmen zu können.

Nur… wenn weder Papa, noch Oma, noch Babysitter Zeit haben, dann ist es vorbei mit der Flexibilität. Dann holt einen die Realität als Mama ein und macht einem einen Strich durch die Rechnung. Dann hat man keine Chance… Pech gehabt… Ende Gelände…Sorry, ich muss leider absagen… (und ich hatte mich schon sooo darauf gefreut!)

Dann kann man sagen: tja, so ist das eben, wenn man Kinder hat. Aber ich möchte dann manchmal einfach auf den Tisch hauen, und wütend auf den Boden stampfen. Das ist soooo ungerecht! Aber nein… tief durchatmen… beim nächsten Mal klappt es bestimmt.

Ganz cool bleiben, Mama.

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